Sommerschlussverkauf kann Handels-Konjunktur kaum pushen

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Der von vielen Händlern durchgeführte Sommerschlussverkauf konnte die Konsumlust der Shopper im vergangenen Monat scheinbar nicht ausreichend befeuern. Auch im September zeigt sich die Konjunktur des deutschen stationären Einzelhandels ausgeglichen. Der Indexwert für die aktuelle Geschäftslage kann in diesem Monat die 100-Punkte-Marke nicht knacken und verharrt mit 98,8 Punkten knapp darunter. Im Detail bedeutet dies, dass die für den HDE-Handelskonjunkturindex (HANDELSkix) befragten Einzelhändler die aktuelle Geschäftslage mit knapp 40 Prozent mehrheitlich neutral einstufen und jeweils rund 30 Prozent positiv oder negativ gestimmt sind.

Entsprechend verhalten sind auch die Beurteilungen des diesjährigen Sommerschlussverkaufs. Obwohl sich die Händler offiziell nicht mehr an spezielle Zeiten für Saisonabschlussrabatte halten müssen, nutzen knapp 40 Prozent der Befragten aller Branchen und Standorte nach wie vor den Sommerschlussverkauf, um ihre Lager für neue Ware zu räumen und aktuelle Ware noch einmal zu deutlich reduzierten Preisen anzubieten. In einzelnen Segmenten liegt die Beteiligung deutlich höher. Für jeden vierten Händler lief der Sommerschlussverkauf dabei besser als noch 2011. 39 Prozent erreichen das Vorjahresniveau und bei rund jedem dritten HANDELSkix-Teilnehmer fallen die SSV-Ergebnisse 2012 schlechter aus als im vergangenen Jahr. Rund 60 Prozent der befragten Händlerinnen und Händler verzichten ganz auf den Sommerschlussverkauf.

Ausblick positiv
Während die aktuelle Geschäftslage an den 100 Punkten kratzt, liegt sowohl die 3-Monats- als auch die 12-Monats-Erwartung im positiven Bereich und erreicht 119,1 bzw. 109,2 Indexpunkte. Vor allem die mittelfristige Erwartung ist damit seit Juni kontinuierlich angestiegen. Knapp 43 Prozent rechnen bis zum Ende des Jahres mindestens mit einer leichten Verbesserung der Geschäftslage. Auch langfristig rechnen nur 26,2 Prozent mit einer Verschlechterung der Geschäftsentwicklung.

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Quelle: ifh
 

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