Wohnen im Wandel der Urbanisierung

Der Rhythmus einer Stadt ist geprägt durch die Menschen, die sie beleben – und immer mehr zieht es vom Land in die Städte. Aus der zunehmend dichteren Bebauung und dem engeren Beisammenwohnen ist das Konzept des Mikrowohnens entstanden.
Die maximal effektive Ausnutzung des Wohnraumes findet seinen Ursprung in der 1990er Jahren mit
dem „Tiny House Movement“ in den USA und hat sich seither immens weiterentwickelt. Dabei tendiert die Raumaufteilung weg von einer gewöhnlichen Mietshausaufteilung hin zu kleineren privaten Räumen in Verbindung mit großen Gemeinschaftsbereichen. Bereits heute zeigen sich solche Tendenzen in gemeinsam genutzten (Dach‐)Gärten, Bibliotheken oder Lounge‐ und Essbereichen.


Platzsparende Raumgestaltung je nach Bedarf (Foto: ADA Bolbo)

Je nach Größe lassen sich Wohn‐, Koch‐ und Essbereich in einem einzigen Lebensraum zusammenführen, und zwar mittels flexibler und vielfältig einsetzbarer Möbel. Bietet sich für einen Single eine gemütliche Schlafcouch an, legt die Großfamilie Wert auf ein offenes, platzsparendes Küchensystem mit integriertem Essbereich. Dabei ist die Küche kein geschlossener Arbeitsbereich mehr für die Hausfrau und Mutter, sondern wird zum gesellschaftlichen Mittelpunkt der Familie.


Offene Küchen als sozialer Mittelpunkt (Foto: TEAM 7)

Heute wie auch in Zukunft hat dabei die Individualität einen hohen Stellenwert und findet ebenso Ausdruck in den eigenen vier Wänden. Ein kleinerer Raum geht nicht zwingend mit einer eingeschränkten Entfaltung der Individualität einher. Verschiedene Ausführungen in Farbe und Material ermöglichen es, sich im kleinsten Raum persönlich zu entfalten. Aber auch Einzelanfertigungen rücken bei einer platzsparenden sowie individuellen Raumgestaltung immer mehr in den Vordergrund.


Extravagante Farben kreieren individuelles Wohnen (Foto: Wittmann Vuelta)

Zugleich passt sich die Einrichtung an unsere Lebensläufe an, die von schnellen, unvorhersehbaren
Umbrüchen gezeichnet sind. Sobald sich unsere Bedürfnisse ändern, ändert sich auch unser
Wohnumfeld. Dies zeigt sich auch in der zunehmenden Verschmelzung der Work‐Life‐Balance, die
ebenso individuell wie unser Zuhause gestaltet wird. Ein fließender Übergang zeigt sich
beispielsweise in neuen, offenen Raumkonzepten an der Arbeit und einem mit Netzwerkanschlüssen
und funktionalem Schreibtisch ausgestatteten Homeoffice, der ebenso anderweitig umfunktioniert
werden kann. Ein Beispiel hierfür sind höhenverstellbare Tische, an denen man flexibel stehen oder
sitzen kann.

Weitere Informationen finden Sie unter www.moebel.at
Quelle: Österr. Möbelindustrie

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