6 Milliarden Exportumsatz im Gewerbe

Das sind sehr beeindruckende Exportleistungen, urteilt Walter Bornett, Direktor der KMU Forschung Austria
. Die Exporte werden allerdings von nur wenigen Unternehmen getragen. Lediglich 14 % der Gewerbe- und Handwerksbetriebe sind auch im Ausland aktiv
. Da zeigt sich ein enormes Potenzial, meint Bornett. Das Gewerbe und Handwerk zeichnet sich durch qualitativ hochwertigste Produkte und Dienstleistungen mit generell sehr guten Chancen auf internationalen Märkten aus. Diese Chancen werden aber sowohl regional als auch branchenspezifisch sehr unterschiedlich genutzt.

Im Bundesländerranking führt Vorarlberg, wo 37 % der Betriebe Umsätze mit ausländischen Kunden realisieren. Demgegenüber sind z
. B. in Niederösterreich nur 6 % der Betriebe exportorientiert . Die Exportquote der exportierenden Unternehmen beträgt in Kärnten 31,1 %, im Burgenland hingegen nur 20,4 %. Bezogen auf alle Gewerbe- und Handwerksbetriebe (auch nicht exportierende) liegt die durchschnittliche Exportquote in Vorarlberg bei 15,6 %, im Burgenland bei 3,2 %.

Eine noch größere Bandbreite zeigt sich nach Branchen. So erwirtschaften z. B. 67 % der Kunststoffverarbeiter 37,5 % ihres Umsatzes im Ausland. Bei den Tischlern exportieren hingegen lediglich 19 % der Betriebe, im Bekleidungsgewerbe sind es 16 % und im Baugewerbe nur 3 %.

An exportfähigen Produkten und Leistungen mangelt es sicher nicht, eher am Selbstvertrauen bzw
. den notwendigen Ressourcen, vermutet Walter Bornett.
Quelle: KMU Forschung