Matratzen & Lattenroste in Österreich 2026 – Preiserhöhungen treiben die Konsumenten zum Diskonter
Das „Matratzen-Jahr“ 2025 war geprägt vom Konkurs des bisherigen Marktführers Sembella. Einige Anbieter nutzten die Verwerfungen und hoben die Verkaufspreise deutlich an. Laut aktuellem BRANCHENRADAR Matratzen und Lattenroste in Österreich – stiegen infolge die Herstellererlöse um 5,0 Prozent gegenüber Vorjahr auf insgesamt 160,8 Millionen Euro. Auf die Nachfrage wirkte sich der Preisauftrieb allerdings negativ aus. Die Anzahl der verkauften Auflagematratzen und Lattenroste sank im Jahresvergleich um zwei Prozent. Der Rückgang ließ sich zur Gänze in der Kundengruppe der Privaten Haushalte verorten. Bei gewerblichen Kunden wuchs der Bedarf konstant um rund drei Prozent gegenüber Vorjahr.
„Darüber hinaus schoben die Preiserhöhungen vor allem das Geschäft der Matratzen-Diskonter an“, so Andreas Kreutzer, Geschäftsführer von BRANCHENRADAR Marktanalyse. Der Absatz wuchs um sechs Prozent gegenüber Vorjahr, nicht zuletzt weil die Preise – im Gegensatz zum Markttrend – sogar leicht sanken. Zuwächse gab es sonst nur noch im Onlinehandel. Der Möbelhandel und der stationäre Fachhandel entwickelten sich mengenmäßig rückläufig.
„Wenngleich mit der Insolvenz von Sembella ein heimisches Unternehmen verschwand, auf die österreichische Wertschöpfung hatte es einen positiven Effekt“, stellt Kreutzer fest. „Denn ein Großteil der Lieferungen an die Möbel-Großfläche wurde von Optimo und Elastica übernommen. Beide Unternehmen produzieren in Österreich. Sembella verkaufte zuletzt praktisch nur noch Importware“.
Tabelle: Marktentwicklung Matratzen und Lattenroste in Österreich | Herstellerumsatz in Mio. Euro
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