Österreichische Möbelindustrie zur Wohnen & Interieur in Wien

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Internationale Billigimporte prägen den österreichischen Möbelmarkt immer stärker. China zählt inzwischen zu den wichtigsten Lieferländern und erreicht rund 15 Prozent Marktanteil am österreichischen Möbelimport. Besonders dynamisch entwickelt sich dabei die Einfuhr aus China. Die Importe sind zuletzt um rund 25 Prozent gestiegen.

Ein erheblicher Teil dieser Importe entfällt auf Möbel im unteren Preissegment. Häufig werden diese Produkte unter dem Begriff „Fast Furniture“ zusammengefasst. Gemeint sind Möbel, die meist nur kurze Zeit genutzt werden. Studien zum Konsumverhalten, unter anderem der Nottingham Trent University, zeigen, dass Möbel in diesem Segment häufig nur wenige Jahre verwendet werden, bevor sie ersetzt werden.

Die kurze Nutzungsdauer zeigt sich auch bei den Möbelabfällen. Nach Schätzungen europäischer Umweltstudien fallen in der Europäischen Union jährlich rund 10 Millionen Tonnen Möbelabfälle an, ein großer Teil davon wird verbrannt oder deponiert.

In diesem Zusammenhang stehen auch Fragen der Qualität und Produktsicherheit immer wieder in der Diskussion. Bei sehr günstigen Möbeln werden im Rahmen der Marktüberwachung regelmäßig erhöhte Schadstoffwerte oder sicherheitsrelevante Mängel festgestellt. Gerade bei Kindermöbeln sind stabile Konstruktionen und geprüfte Materialien entscheidend.

Vor diesem Hintergrund kommt der Produktionsweise und Qualität von Möbeln eine besondere Bedeutung zu. In Österreich gelten hohe Qualitäts- und Sicherheitsstandards in der Möbelproduktion. Materialien und Konstruktionen werden geprüft, Möbel unterliegen klaren Normen und Qualitätskontrollen. Diese Standards tragen dazu bei, dass Produkte langlebig sind und dauerhaft sicher genutzt werden.

Neben Fragen der Qualität haben sich auch die Anforderungen an das Wohnen deutlich verändert. Menschen ziehen häufiger um, Wohnungen werden in vielen Städten kleiner und Arbeiten zuhause ist für viele selbstverständlich geworden. Wohnräume müssen heute oft mehrere Funktionen erfüllen.

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Multifunktionale Möbel tragen dieser Entwicklung Rechnung und verbinden auf begrenztem Raum unterschiedliche Nutzungen, etwa Wohnen, Arbeiten oder Aufbewahren.

Vor diesem Hintergrund setzen viele heimische Hersteller auf Möbelprogramme, die modular aufgebaut und auf langfristige Nutzung ausgelegt sind. Einzelne Elemente lassen sich ergänzen oder neu kombinieren, wenn sich Lebenssituationen verändern oder zusätzlicher Platz benötigt wird.

Ebenso wichtig ist die Reparierbarkeit. Hochwertige Möbel sind so konstruiert, dass Verschleißteile ausgetauscht und Produkte instand gehalten werden können. Ein funktionierender Kundendienst unterstützt diese langfristige Nutzung.

Sorgfältig verarbeitete Möbel bleiben oft über viele Jahre im Gebrauch und prägen Räume über lange Zeit.

„Möbel sind keine Wegwerfprodukte“, erklärt Dr. Georg Emprechtinger, Vorsitzender der Österreichischen Möbelindustrie.Sie werden Teil des Lebens und der Lebensräume, in denen Menschen wohnen. Mit ihnen verbinden sich Erinnerungen und Alltag. Deshalb spielen Wertigkeit, Materialien und Gestaltung eine entscheidende Rolle.“

Weitere Informationen finden Sie unter www.moebel.at
Quelle: Österr. Möbelindustrie

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