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Schramböck/Groß: Unternehmensnachfolgen sichern Arbeitsplätze und Fortbestand des Betriebes

„Eine Nachfolge hat gegenüber einer Neugründung viele Vorteile: es kann auf bestehende Kunden und Dienstleister zurückgegriffen werden, Umsätze können sofort lukriert werden und die Abläufe im Betrieb sind eingespielt und bekannt. Dies alles erleichtert den Start ins Unternehmertum beträchtlich. Erfreulich ist auch, dass durch Übernahmen bewährte und etablierte Unternehmen erhalten bleiben und damit auch Arbeitsplätze gesichert werden“, so Amelie Groß, Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Durch Übernahmen können auch neue Ideen in Unternehmen eingebracht und damit Innovationen realisiert werden. Das erzeugt Fortschritt und viele Betriebe werden dadurch zukunftsfit gemacht. Insgesamt gab es im Jahr 2020 rund 6.360 Übernahmen in Österreich.

„In den nächsten 5 Jahren stehen tausende (Familien-)Unternehmen mit mindestens einem unselbständigen Mitarbeiter vor einer potenziellen Übergabe. Vor diesem Hintergrund werden insbesondere auch für den Betriebsübernehmer Erleichterungen geschaffen

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. Wir haben derzeit das sogenannte Grace-Period-Gesetz zur erleichterten Übergabe in Vorbereitung, das 2022 in Kraft treten soll“, so Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck. Bei der Übernahme können aber auch wichtige Förderungen in Anspruch genommen werden. „Neben den Neugründungen sollten auch die Unternehmensnachfolge noch mehr in den Fokus rücken. So gibt es bereits eine Reihe von Unterstützungsmaßnahmen. Es gilt aber mehr denn je, diese Unterstützungsleistungen laufend zu verbessern und auszubauen und an sich ändernde Rahmenbedingungen anzupassen.“

Trend zu externen Unternehmensübergaben erkennbar

Eine Studie der KMU Forschung Austria im Auftrag der Wirtschaftskammer Österreich und des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort beleuchtet nun das Nachfolgegeschehen in Österreich. Dabei zeigt sich, dass familieninterne Nachfolgen mit 55 Prozent etwas häufiger stattfinden als externe Übergaben (45 %). Anhand der Entwicklung in den vergangenen Jahrzehnten wird davon ausgegangen, dass sich der Trend zu externen Unternehmensübergaben langfristig weiter fortsetzen wird. Bezüglich der finanziellen Abwicklung von Unternehmensübergaben ist zu beobachten, dass 45 Prozent der Übergaben unentgeltlich und 55 Prozent entgeltlich erfolgen.

Die übergebenen Unternehmen können bereits auf eine lange Tradition zurückblicken. Mehr als die Hälfte besteht schon mehr als 25 Jahre. Vor allem im Rahmen familieninterner Übergaben werden traditionsreiche Unternehmen übergeben, während bei externen Übergaben eher jüngere Unternehmen den Besitzer wechseln. Die gedankliche Auseinandersetzung der Übergeber mit dem Thema Unternehmensübergabe und auch die Nachfolgersuche erstreckt sich oft über mehrere Jahre. Schneller erfolgt dann die Auswahl des Nachfolgers – wobei externe Übergaben deutlich schneller abgewickelt werden als familieninterne Nachfolgen.

Pension als Hauptgrund für Übergabe

Als Hauptgrund für eine Unternehmensübergabe steht das Erreichen des pensionsfähigen Alters im Vordergrund (68 %). Vorzeitige Übergaben werden unter anderem aus gesundheitlichen Gründen oder dem Wechsel in eine andere selbstständige bzw. unselbstständige Tätigkeiten durchgeführt. In rund zwei Drittel der Unternehmen bleiben die Übergeber weiterhin in beratender Tätigkeit in das Unternehmensgeschehen eingebunden.

Die bedeutendsten Motive für die Übernahme eines Unternehmens sind die Sicherung von Arbeitsplätzen bzw. der Fortbestand des Unternehmens oder der Wunsch nach Selbstverwirklichung. Bei familieninternen Nachfolgen sind darüber hinaus der eigene Wunsch, die Familientradition fortzusetzen, die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die Fortführung des Unternehmens auf Wunsch der Familie als Motive für eine Übernahme relevant.

Nachfolger oft erfolgreich – Großes Potenzial an Übernahmeunternehmen

61 Prozent der übernommenen Unternehmen konnten seit der Übergabe laut deren Auskunft Umsatzsteigerungen erzielen. Die Beschäftigungssituation blieb bei etwa der Hälfte stabil, 36 Prozent der Nachfolger stellten sogar zusätzliches Personal an. Im Zeitraum 2020 bis 2029 gibt es 51.500 Unternehmen (knapp 23 % aller derzeit Arbeitgeberunternehmen) mit mindestens einem unselbstständig Beschäftigten, die potenziell zur Übergabe anstehen. Die meisten dieser Unternehmen befinden sich in den Sektoren Handel, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen sowie in der Beherbergung und Gastronomie. Wenn für alle potenziell zur Übergabe anstehenden Unternehmen ein Nachfolger gefunden wird, könnten 692.000 Arbeitsplätze bzw. 22 Prozent aller Arbeitsplätze in Arbeitgeberunternehmen gesichert werden. Das Übergabepotenzial im Zeitraum 2020 bis 2029 ist in den westlichen Bundesländern Vorarlberg, Salzburg, Tirol und Oberösterreich relativ gesehen am höchsten. Hier stehen jeweils rd. 24 Prozent der Arbeitgeberunternehmen zur Nachfolge an. 

Großteil nutzt externe Beratung bei Übergabe

Große Herausforderungen für die Gruppe der Übergeber und Nachfolger sind die steuerliche Belastung, rechtliche und administrative Aspekte, Konflikte der Übergabeparteien, die Planung des Übergabeprozesses, sowie die betriebswirtschaftliche Situation im Unternehmen. Für die Übergeber wird darüber hinaus die Suche nach einer geeigneten Person für die Nachfolge und die Erzielung eines angemessenen Kaufpreises als besonders große Herausforderung erlebt. Insgesamt hat knapp die Hälfte der potenziellen Übergeber bereits eine externe Beratung in Anspruch genommen bzw. plant dies zu tun. Dabei profitierten sie am meisten von einer Steuerberatung, gefolgt von Beratungen durch Notariats- bzw. Rechtsanwaltskanzleien, durch Familienmitglieder, Freunde oder Bekannte oder durch die österreichischen Kammern und Verbände.

Unterstützung seitens Wirtschaftskammer

„Eine Unternehmensübergabe und -übernahme stellt beide Seiten oft vor enorme Herausforderungen. Die Wirtschaftskammern bieten dazu umfangreiche Unterstützungsmaßnahmen an, um den Prozess so einfach wie möglich und friktionsfrei zu gestalten“, so Groß. Die Gründerservices der Wirtschaftskammern Österreichs begleiten jährlich mehr als 6.000 Betriebe bei der Übergabe und bieten vielfältige Informationen und umfangreiche Beratungsleistungen zum Thema Betriebsnachfolge unter www.gruenderservice.at/nachfolge an. „Derzeit suchen über 900 Betriebe auf der Nachfolgebörse der WKÖ, der ersten Adresse für direkten Kontakt zwischen Firmeninhabern und potenziellen Nachfolgern, geeignete Betriebsübernehmer,“ so die Vizepräsidentin der WKÖ, die in der Unternehmensnachfolge auch ein gute Alternative zur Neugründung sieht. Die Nachfolgebörse ist unter www.nachfolgeboerse.at abrufbar.

Quelle: BMDW