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STRASSER Steine entwickelt erstes Recyclingsystem für Natursteinarbeitsplatten

Das Firmengelände von Strasser Steine

Bestimmende Faktoren für das Geschäftsjahr 2021 waren der Start des Produktionsausbaus um 23 Millionen Euro und ein abermals starkes Umsatzwachstum von mehr als 16 Prozent.
Das Jahr 2021 war für das Mühlviertler Unternehmen STRASSER Steine eine Herausforderung. Neben den schwierigen Rahmenbedingungen durch die Pandemie und ihre Folgen hat der Produzent von Naturstein- und Keramikarbeitsplatten sowie Grabsteinen voriges Jahr einen 23 Millionen Euro schweren Ausbau gestartet und sich dem Thema Recycling gewidmet. Das Ergebnis der Innovationsarbeit: „Re-Stoning“, das weltweit erste Kreislaufsystem für Küchenarbeitsplatten.

Umweltbewusstes Wiederverwerten

„Wir haben schon längere Zeit überlegt, wie wir Abschnitte aus der Produktion sowie gebrauchte Küchenarbeitsplatten verwerten und veredeln können“, erklärt STRASSER Steine-Geschäftsführer Johannes Artmayr. „Mit dem Re-Stoning-System haben wir nun einen Weg gefunden, wie wir Natursteinarbeitsplatten recyceln können. Das ist eine Weltneuheit. Die Küchenarbeitsplatte wird damit zu einem nachhaltigen Produkt.“

Geschäftsführer Johannes Artmayr

STRASSER Steine holt die alten Arbeitsplatten vorerst in Österreich und Deutschland beim Händler ab, zerkleinert sie und produziert daraus – kombiniert mit Recyclingmaterial und Bindemittel – neue Küchenarbeitsplatten unter dem Produktnamen „Alpinova“. Aktuell sind in Österreich geschätzt rund 20 Prozent der Küchenarbeitsplatten aus Naturstein, aber das Segment wächst stetig, und damit auch der Bedarf, Natursteinarbeitsplatten nach ihrer Erstverwendung zu entsorgen. Mit dem Re-Stoning-System kann STRASSER Steine diese Arbeitsplatten wiederverwerten.

Waldhackgut statt Öl und Gas

Weitere Maßnahmen für einen schonenden Umgang mit Ressourcen setzt STRASSER Steine bei der Energieversorgung: Bereits im Jahr 2011 hat das Unternehmen die Wärmeversorgung von Öl und Gas auf Biomasse umgestellt. Seither sorgt Waldhackgut aus der Region für die notwendige Wärme. Nach Fertigstellung der neuen Produktionshalle, die aktuell gebaut wird, wird die derzeitige Heizleistung von 550 Kilowatt auf rund 1,5 Megawatt verdreifacht. Damit können insgesamt 370.000 Liter Heizöl und damit 960 Tonnen CO2 pro Jahr gespart werden.

Ausbau der Photovoltaik-Anlage

Auch bei der Stromerzeugung setzt STRASSER Steine ein deutliches Zeichen für die Umwelt und erzeugt am Firmenstandort in St. Martin mithilfe einer Photovoltaik-Anlage einen entsprechenden Anteil der benötigten Energie, rund 200.000 Kilowatt-Peak pro Jahr, für die Produktion der Natursteinarbeitsplatten. Damit spart das Unternehmen rund 110 Tonnen CO2 pro Jahr. Ab 2023 wird durch die Vergrößerung der Anlage das Jahreserzeugnis mit knapp 500.000 Kilowatt-Peak mehr als verdoppelt. Die CO2-Einsparungen belaufen sich hierbei auf ca. 275 Tonnen.

Jobräder und E-Autos

Seit 2020 stellt STRASSER Steine seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern alltags- bzw. straßentaugliche „Dienstfahrräder“ (E-Bikes oder Mountainbikes) zur Verfügung. Diese Räder können sowohl dienstlich als auch privat genutzt werden. Derzeit kommen 80 E-Bikes und 15 Mountainbikes zum Einsatz. Zudem stellt STRASSER Steine auch seinen Fuhrpark kontinuierlich auf E-Autos um.

16 Prozent Umsatzplus

„Die Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen sowie der Krieg in der Ukraine haben zu Preiserhöhungen bei Energie und Logistik geführt“, beschreibt Artmayr die besonderen Herausforderungen der letzten zwei Jahre, die praktisch für alle Unternehmen gelten. Dennoch sei es im Jahr 2021 wieder gelungen, ein positives Ergebnis zu erzielen: Der Umsatz konnte im Jahresvergleich um 16 Prozent auf 44,1 Millionen Euro gesteigert werden. Ein Grund dafür sind die hohen privaten Konsumausgaben im Wohnbereich. Dieser Effekt wurde durch die Corona-Pandemie und die Lockdowns verstärkt und hat einen Investitionsschub im Bereich wertige Küchen ausgelöst.

Alpinova verde, mit Personen

STRASSER Steine liegt mit seinen Natursteinarbeitsplatten voll im Trend der Konsumenten, die verstärkt Wert auf Nachhaltigkeit, Natürlichkeit und Regionalität legen. Die von STRASSER Steine gesetzten Trends, wie etwa die laufende Erweiterung des Alpenwelt-Sortiments, das aus regional in den Alpen abgebautem Naturstein besteht, werden sehr gut angenommen.

Ausbau um 23 Millionen Euro

Mitte 2021 hat STRASSER Steine den Ausbau seiner Unternehmenszentrale in St. Martin im Mühlviertel gestartet. Um rund 23 Millionen Euro werden die Produktionskapazitäten und die Infrastruktur erweitert. Außerdem wird bis voraussichtlich Mitte 2024/2025 auch ein Naturstein-Kompetenzzentrum namens „Stoneum“ errichtet, das auch ein Mitarbeiterbistro und Schulungsmöglichkeiten beinhalten wird.

Bis Anfang August 2022 sollen die Hochbauarbeiten für die Produktionshalle abgeschlossen sein, dann folgen die maschinellen Einbauten. Die Produktionsfläche wird damit auf 9.000 Quadratmeter erweitert. Erwähnenswert ist, dass der Großteil der neuen Produktionsfläche ohne zusätzliche Bodenversiegelung errichtet wird, da durch den Abriss bereits sehr alter Lagerhallen Platz für die neue Produktionshalle geschaffen wurde. „Zu Beginn des Jahres 2023 wollen wir mit der Produktion in der neuen Halle starten“, so Artmayr. Im Zuge dessen soll auch schrittweise von einem Drei- auf einen Zwei-Schicht-Betrieb umgestellt werden. „Damit wollen wir als Arbeitgeber noch ein Stück attraktiver werden“, so Artmayr.

Das Unternehmen wirbt um neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Arbeitsmarkt in der Region ist praktisch leergefegt: Die Arbeitslosenquote im Heimatbezirk Rohrbach ist mit 1,4 Prozent eine der niedrigsten in Europa. STRASSER Steine setzt daher verschiedene Maßnahmen wie Mitarbeiteraktionen und -vergünstigungen, um vorhandenes Personal an das Unternehmen zu binden und neues zu gewinnen. Zudem hat STRASSER Steine unter dem Slogan „Keiner kann Stein so wie du“ eine neue, moderne Jobkampagne gestartet (siehe https://www.karriere-bei-strasser.at/), bei der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter echte Leidenschaft für ihre Jobs bei STRASSER Steine zeigen und um neue Kolleginnen und Kollegen werben.

STRASSER Steine-Geschäftsführer Johannes Artmayr: „Mit dem Re-Stoning-System machen wir Natursteinarbeitsplatten zu 100 Prozent recycelbar – das ist eine Weltneuheit.“

Weitere Informationen finden Sie unter www.strasser-steine.at
Quelle: Strasser Steine