Negativ-Preis „Plagiarius“ rückt Schäden durch Plagiate und Fälschungen ins öffentliche Licht

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Begünstigt wird die explosionsartige Ausbreitung von Produkt und Markenpiraterie durch Globalisierung, Internet, digitale Kommunikation – und durch die gezielte Nachfrage von leichtgläubigen (Online-) Schnäppchenjägern. Dabei sind Fakes dem Original meist nur auf den ersten Blick täuschend ähnlich und bergen gerade für Verbraucher enorme Sicherheitsrisiken.

Plagiarius: Gegen dreisten Ideenklau – für Innovation und fairen Wettbewerb

Der vom Designer Prof. Rido Busse ins Leben gerufene Negativ-Preis „Plagiarius“ wurde am 07. Februar 2020 auf der Frankfurter Konsumgütermesse „Ambiente“ zum 44. Mal verliehen. Bereits seit 1977 vergibt die Aktion Plagiarius e.V. den gefürchteten Schmäh-Preis an Hersteller und Händler besonders dreister Plagiate und Fälschungen. Die Auszeichnung sagt nichts darüber aus, ob ein nachgemachtes Produkt im juristischen Sinne erlaubt oder rechtswidrig ist. Ziel der Aktion Plagiarius ist vielmehr, die skrupellosen Geschäftspraktiken von Produkt- und Markenpiraten ins öffentliche Bewusstsein zu rücken und Industrie, Politik und Verbraucher für die Problematik zu sensibilisieren. Zugleich vermittelt der Verein Unternehmern, KMU und Kreativen die Bedeutung und Wirksamkeit von gewerblichen Schutzrechten – z.B. Marke, Patent, Design – und ermutigt sie ihr geistiges Eigentum zu schützen und Nachahmer zur Rechenschaft zu ziehen.

Wertschätzung für Hersteller der Originale, statt Finanzierung skrupelloser Fälscher

Des Weiteren messen Konsumenten oftmals mit zweierlei Maß: Beim Original fordern sie berechtigterweise faire Herstellungsbedingungen, eine umweltfreundliche, nachhaltige Produktion und garantierte Qualität und Sicherheit. Ein vermeintliches Schnäppchen vor Augen, lösen sich bedauerlicherweise teils schlagartig alle Skrupel in Luft auf und es wird nicht mehr nach Sozialstandards in den Fälscherwerkstätten gefragt. Die negativen Aspekte sind bekannt, werden aber verdrängt.

Mit verblüffender Selbstverständlichkeit werden zudem ständig neue, vielfältige Produkte in höchster Qualität und attraktivem Design gefordert – verfügbar 24/7, geliefert in 24 Stunden und möglichst zum Fast-Umsonst-Tarif.  Auf namhaften globalen eCommerce-Plattformen werden neben Originalwaren nachweislich auch massenweise rechtswidrige Plagiate und Fälschungen angeboten. Meist von Drittanbietern, die nach Bedarf ihre (Schein-)Identitäten wechseln und sich erfolgreich in der Anonymität des Internets verstecken.
Ein lukratives Geschäft ohne (Haftungs-) Risiken, bei dem nebenbei noch die Plattform- Betreiber mitverdienen.

Plagiarius-Preisträger 2020 ab 14. Februar 2020 im Museum Plagiarius in Solingen

Das Museum Plagiarius zeigt in seiner einzigartigen Ausstellung mehr als 350 Plagiarius- Preisträger der unterschiedlichsten Branchen – jeweils Original und Plagiat im direkten Vergleich. Außerdem dabei: Typische vom Zoll beschlagnahmte Markenfälschungen. In Führungen werden spannende Fakten und Details vermittelt. www.museum-plagiarius.de.

Die Jury traf sich am 11. Januar 2020 und vergab vier Hauptpreise (der 3. Preis wurde zweimal vergeben) und sechs gleichrangige Auszeichnungen aus insgesamt 23 Einsendungen.


links das Original und rechts das Plagiat / die Fälschung

Weitere Informationen finden Sie unter www.plagiarius.com
Quelle: Aktion Plagiarius e.V

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