Deutlicher Eigenkapitalaufbau der KMU trotz schwieriger konjunktureller Lage

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Aktuelle Auswertungen aus der Bilanzdatenbank der KMU Forschung Austria von knapp 68.000 Jahresabschlüssen zeigen, dass die österreichischen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) der marktorientierten Wirtschaft  ihre durchschnittliche Eigenkapitalquote in den letzten Jahren deutlich steigern konnten
. So lag der Wert zu Beginn der Wirtschaftskrise 2008/09 bei 26%, während sie im aktuell auswertbaren Jahr 2013/14 bereits bei 30% lag. Die positive Entwicklung im Zeitablauf zeigt sich in allen Größenklassen, wobei die kleinsten Unternehmen – ausgehend vom geringsten Niveau – den deutlichsten Anstieg verzeichneten.

Auch die Großbetriebe haben im selben Zeitraum die Eigenkapitalquote deutlich gesteigert, im Durchschnitt sogar um 6%-Punkte auf 36%. Der Anstieg der Eigenkapitalquote der österreichischen KMU ist nicht auf eine Bilanzverkürzung zurückzuführen
. Im Beobachtungszeitraum lag die Investitionsdeckung der Klein- und Mittelbetrieben jeweils über 100% – dies bedeutet, die Investitionen im Durchschnitt die Abschreibungen überstiegen. „Trotz einer im gesamten Zeitraum herausfordernden konjunkturellen Entwicklung haben die KMU ein solides finanzielles Fundament für die Zukunft gelegt“, so Mag
. Peter Voithofer, Direktor der KMU Forschung Austria
. „Die finanzielle Basis zur Finanzierung von weiteren (Erweiterungs-)Investitionen wäre somit vorhanden.“

Ins Bild der insgesamt sorgfältigen finanziellen Gebarung der österreichischen KMU passt stimmig, dass der Anteil der Unternehmen ohne Eigenkapital in den letzten 5 Jahren gesunken ist (von 31% auf 25%) und insbesondere der Anteil der Unternehmen mit ausgezeichneter Eigenkapitalquote (> 40%) markant gestiegen ist (von 26% auf 31%).

Weiterere Informationen finden Sie unter www.kmuforschung.ac.at.
Quelle: KMU Forschung
 

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