Das Traditionsunternehmens KAPO Möbelwerkstätten GmbH mit Sitz im oststeirischen Pöllau hat am Landesgericht für Zivilrechtssachen Graz ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet
. Betroffen sind 94 Dienstnehmer und mehr als 170 Gläubiger . Den Gläubigern wird eine Quote von 20 Prozent binnen zwei Jahren angeboten
. Eine Fortführung des Unternehmens wird angestrebt.
Verantwortlich für die Liquiditätsprobleme sind Managementfehler der Geschäftsführung sowie zurückliegende gerichtliche Streitigkeiten innerhalb der Firmengruppe, welche dem Unternehmen in den vergangenen Jahren hohe Kosten verursachten, und welche die Banken zu einem zunehmenden Rückzug aus der Finanzierung veranlassten.
Das steirische Familienunternehmen KAPO ist seit 1927 spezialisiert auf die Herstellung hochwertiger Produkte aus Holz
. Der Unternehmensgruppe zugehörig ist die KAPO Holding GmbH sowie ihre beiden produzierenden Töchterunternehmen, die KAPO Möbelwerkstätten GmbH, mit der Marke Neue Wiener Werkstätte, sowie die KAPO Fenster und Türen GmbH.
Nicht von der Insolvenz betroffen ist die KAPO Fenster und Türen GmbH.
Quelle: KAPO
