VELUX: 5 Tipps für nachhaltiges Bauen und Wohnen

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Wer beim Bauen und Wohnen auf umwelt- und ressourcenschonende Produkte achtet, leistet einen wichtigen Beitrag für den Planeten. Denn der Bau, die Nutzung und schlussendlich auch der Abriss von Gebäuden spielen eine zentrale Rolle für den Klimaschutz. Der weltweit größte Fensterhersteller Velux nimmt eine Vorbild-Rolle in der Baubranche ein und verpflichtet sich, bis 2041 zukünftige CO2-Emissionen zu reduzieren und zugleich den historischen Fußabdruck des Unternehmens seit der Gründung 1941 zu binden. Damit setzt sich Velux das Ziel der lebenslangen Klimaneutralität und achtet darauf, beim Bauen, Renovieren und Wohnen in Hinsicht Nachhaltigkeit zu beraten. Christina Brunner, Expertin für Architektur und Tageslicht bei Velux, gibt dafür die folgenden fünf Tipps: 

Tipp 1: Auf nachhaltiges Baumaterial achten

Wer sein Haus umfangreich sanieren oder sogar neu bauen will, sollte auf die Wahl der Baumaterialien achten. Denn Gebäude allein sind für rund 39% der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich und 40% der Weltbevölkerung benötigen ein neues Zuhause [1]. Die sogenannte „graue Energie“, also die gesamte Energiemenge, die für die Herstellung eines Produkts benötigt wird, kann durch ökologische, nachhaltige Baustoffe und -produkte deutlich reduziert werden. Diese zeichnen sich dadurch positiv aus, dass sie mit wenig Energieaufwand hergestellt werden können und nach der Nutzung biologisch abbaubar sind. Je regionaler die Materialien bezogen werden, desto nachhaltiger sind sie in der Regel. Ein Beispiel dafür ist der Naturbaustoff Holz. Der nachwachsende Rohstoff wird dank seiner langen Haltbarkeit und seiner Vorteile für ein gutes Raumklima gerne in der nachhaltigen Architektur eingesetzt. Wichtig ist dabei, dass die Behandlung des Holzes dem Recycling nicht entgegensteht. Weitere Baustoffe wie Lehm, Naturstein, Ton, Ziegel, Reet oder Kork, sind altbewährt und zeichnen sich durch Langlebigkeit sowie eine ausgezeichnete Ökobilanz aus. Um beim riesigen Angebot von Baustoffen den Überblick zu behalten, helfen Umweltproduktdeklarationen wie das FSC-Siegel, welches Hölzer aus verantwortungsvoller Forstwirtschaft zertifiziert. Sie dienen der Transparenz über den Umwelteinfluss und der Nachhaltigkeit von Baustoffen. Diese Deklarationen umfassen zahlreiche Faktoren etwas wie ressourcenschonend und energieaufwändig die Produktion eines Baustoffes ist. Umweltproduktdeklarationen der einzelnen Produkte sollten jedoch nicht alleinstehend betrachtet werden. Entscheidend sind ein sinnvolles Gesamtkonzept und die Beurteilung der einzelnen Faktoren im kompletten Baukontext.

Tipp 2: Ökologische Wärmedämmung bedenken

Synthetische Baustoffe finden aufgrund ihrer positiven, wärmeisolierenden Eigenschaften vielfach Anwendung. Doch oft ist Erdöl der Grundstoff, aus dem Wärmedämmstoffe gefertigt werden. Dies sorgt sowohl bei der Herstellung als auch bei der anschließenden Verwertung für eine schlechte Ökobilanz. Viele Naturmaterialien wie Zellulose, Baumwolle, Hanf, Flachs oder Stroh bieten ähnlich gute Eigenschaften und haben gleichzeitig eine wesentlich bessere Ökobilanz. Die Herstellung verbraucht wenig Energie und die Materialien sind biologisch abbaubar. Gerade beim ökologischen Bauen oder Sanieren im Dachgeschoss ist eine gute Dämmung unabdingbar, um Energie und Heizkosten zu sparen sowie der sommerlichen Hitze entgegenzuwirken. 

Zahlreiche Expert:innen der Baubranche betrachten Fenster noch immer als „Schwachpunkt“ und „Verlustbringer“. Tatsächlich ist die Balance zwischen den Transmissions-Wärmeverlusten des Fensters (U-Wert) inklusive der einbaubedingten Wärmebrücken und den nutzbaren solaren Zugewinnen (g-Wert) während der Heizperiode entscheidend. Dank der passenden Verglasung, gedämmten Rahmen und dem richtigen Einbau können Fenster sogar den Wärmebedarf des Gebäudes über das Jahr verringern und wirken sich positiv auf die Energiebilanz aus. Zudem gibt es auch bei Fenstern die Möglichkeit, auf nachhaltige Baustoffe zurückzugreifen: 2019 stammten bei Velux 99,6% des in Europa für Dachfenster verwendeten Holzes aus zertifizierten Wäldern und 97% des Produktabfalls werden wieder- oder weiterverwendet. 

 Tipp 3: Tageslichtquellen gezielt planen

Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters zu gewährleisten und ihr Wohlergehen zu fördern ist Teil der Agenda 2030 der Vereinten Nationen und das dritte der insgesamt 17 „Sustainable Development Goals“ (SDG). Die Agenda 2030 ist ein Aktionsplan der UN für die Menschen, den Planeten und den Wohlstand, um für die ganze Welt eine nachhaltige Entwicklung zu gewährleisten. Tageslicht sorgt für die Ausschüttung des Glückshormons Serotonin und zudem auch für mehr Produktivität und Konzentration. In Hinsicht auf die positiven Auswirkungen von natürlichem Licht in Innenräumen auf das Raumklima generell, unsere Gesundheit, die „innere Uhr“ und die Leistungsfähigkeit. Beispielsweise im Home Office, ist eine adäquate Beleuchtung von großer Bedeutung. Der Wohnkomfort und in weiterer Folge auch unsere Stimmung werden dadurch positiv beeinflusst.

Eine gezielte Positionierung der Tageslichtquellen sorgt für die gewünschte Lichtversorgung im Innenraum. Wenn möglichsollte man tagsüber ohne Kunstlicht auskommen. Gerade für Wohnungen im Dachgeschoss ist dies einfach umzusetzen, da über die Dachschräge und das Flachdach bis zu dreimal so viel Tageslicht hereinkommt, wie über die Fassade. Zusätzlich bietet Tageslicht eine einzigartige Lichtstimmung und -dynamik und Fenster einen direkten Bezug zur Außenwelt. Durch richtige Planung und gezieltem Einsatz von Tageslicht kann Strom (Beleuchtung) und Heizenergie (durch passive solare Gewinne) gespart werden. 

Tipp 4: Für ein gesundes Raumklima sorgen

Nicht nur genügend Tageslicht ist für unser Wohlbefinden essenziell, sondern auch ein gutes Raumklima. Daher ist es wichtig, die Frischluftzufuhr zu gewährleisten oder zu optimieren. Mit der richtigen Technik beim Lüften und einer cleveren Fensteranordnung können sich Hausbewohner:innen auch vom Kamineffekt Gebrauch machen. Dabei werden die Fenster in verschiedenen Stockwerken geöffnet, damit die feuchtwarme Luft nach oben steigt und dort abzieht. So sorgt man für optimalen und schnellen Luftaustausch, ohne zum Beispiel im Winter die Wohnung zu stark abzukühlen. Im Sommer kann man sich die kühlere Nachtluft zunutze machen und das Gebäude durch geöffnete Fenster abkühlen. In der Übergangszeit und im Winter hilft es, die Fenster für kurze Zeit weit zu öffnen, um eine gesunde Raumluft trotz dichter Gebäudehülle sicherzustellen. Als smarte Lösung empfiehlt sich VELUX Active. Elektrisch betriebene Dachfenster sowie Sonnen- und Hitzeschutzlösungen lassen sich dadurch einfach per Smartphone je nach Bedarf öffnen oder schließen. So bleibt bei niedrigen Außentemperaturen das Fenster nur so lange offen wie gerade nötig, um unangenehme Innentemperaturen sowie Wärmeverluste zu vermeiden und somit auch Heizkosten zu reduzieren.

Tipp 5: Nachhaltigkeit in den Alltag einbauen

Neben ökologischen Baumaterialien und einer überlegten Planung helfen auch kleinen Tricks im Alltag, um nachhaltiger zu wohnen. Haushaltsgeräte sind in so gut wie allen Fällen mit einer Energieeffizienzklasse gekennzeichnet. Hier sollte stets auf die Klasse A+++ geachtet werden. Mögliche höhere Anschaffungskosten rentieren sich aufgrund des niedrigeren Stromverbrauchs bereits nach wenigen Jahren. Zudem kann man bei der Einrichtung auf nachhaltige Möbel achten oder Produkte wiederverwenden, statt sie wegzuwerfen. Denn Nachhaltigkeit ist ein Prozess, der langfristig stattfindet. 

Eine aktuelle Studie von Velux zeigt, dass 54 Prozent der Österreicher:innen bereits Wert auf nachhaltige Produkte und Materialien bei der Renovierung ihres Wohnraums legen. Zudem leben 43 Prozent der Befragten Wert auf den CO2-Fußabdruck von Erweiterungs- oder Renovierungs-Produkten.

Mehr dazu hier: Studie – Österreicher:innen setzen bei Renovierungen auf Nachhaltigkeit

Weitere Informationen finden Sie unter www.velux.at
Quelle: VELUX

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