Der deutsche Möbelmarkt (Wohn- und Büromöbel) hat 2025 einen weiteren leichten Umsatzrückgang verzeichnet. Wie der neue „Branchenbericht Möbel“ des IFH KÖLN in Zusammenarbeit mit der BBE Handelsberatung zeigt, sank der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 1,1 Prozent auf ein Marktvolumen von 23,9 Milliarden Euro. Trotz des leichten Rückgangs liegt der Markt damit nominal weiterhin über dem Vorkrisenniveau von 2019 und konnte sich insgesamt mit Blick auf die letzten Jahre wieder stabilisieren. Ursächlich für die Entwicklung sind neben der anhaltend schwachen Konjunktur auch zusätzliche geopolitische Unsicherheiten, zuletzt verschärft durch den Krieg im Iran. Infolgedessen rechnen die Marktexperten damit, dass sich der erhoffte Aufschwung weiter verzögert.
„2026 ist das Jahr der Positionierung. Wer die Seitwärtsbewegung des Marktes nutzt, um Strukturen zu optimieren, den Vertrieb zu stärken, das Sortiment zielgruppengerecht zu justieren und die Schnittstelle zwischen offline und online endlich zu schließen, wird 2027 und darüber hinaus wettbewerbsfähig sein. Wer wartet, riskiert, den Anschluss endgültig zu verlieren“, ordnet Prof. Dr. Philipp Hoog, Partner bei der BBE Handelsberatung, die Daten ein.
Büromöbel mit stärksten Verlusten
Mit Ausnahme leichter Zugewinne bei Küchen- und Gartenmöbeln verzeichneten 2025 nahezu alle Warengruppen Umsatzrückgänge. Büromöbel bilden mit einem Minus von 3,6 Prozent das Schlusslicht. Gleichzeitig zeigen sich strukturelle Verschiebungen im Markt: Büromöbel, einst ein Randsortiment im Möbelfachhandel, haben sich dort Stück für Stück etabliert. Auch infolge der Pandemie und der verstärkten Nutzung von Heimarbeitsplätzen ist das Geschäft mit Schreibtischen, Bürostühlen, Raumtrennern und Co. in den Fokus des Möbelfachhandels gerückt.
Große Filialisten behaupten sich – kleine Anbieter weiter unter Druck
Ein Blick auf die Entwicklung der Vertriebswege verdeutlicht die anhaltend hohe Dynamik im Möbelmarkt. Nach zwei Jahren der Normalisierung konnte der Onlinehandel 2025 wieder an Fahrt aufnehmen. Versender und Internet-Pure-Player steigerten ihre Umsätze erneut. Auch große Möbel-Filialisten sowie Küchenspezialisten entwickelten sich den Hochrechnungen zufolge leicht positiv. Insgesamt entwickeln sich der kleinbetriebliche Möbelfachhandel und große Möbelhändler weiter auseinander.
„Die Marktbedingungen im Möbelhandel entwickeln sich zunehmend unterschiedlich. Während große Möbel-Filialisten ihre Position auch im wettbewerbsintensiven Umfeld behaupten können, hat sich die Zahl kleinerer Anbieter in den vergangenen Jahren weiter verringert. Insgesamt nimmt der Wettbewerbsdruck im Markt spürbar zu“, erklärt Christoph Lamsfuß, Senior Consultant am IFH KÖLN.
Die komplette Studie kann über den Shop des IFH KÖLN erworben werden.
Mehr unter: www.ifhkoeln.de
Quelle: IFH KÖLN


