Einmalige Kunstwerke aus dem Wald – Wie faszinierende Furnierbilder entstehen

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Hier entfaltet das Furnier der Asteiche seine außergewöhnliche Wirkung. Fotos: Thomas Bechtold I Freier Architekt

Doch Furnier kann weit mehr, als nur „Natur pur“ zu sein. Aus dem edelsten Teil des Baumes entstehen – je nach Art der Zusammenstellung – echte Unikate, die es so kein zweites Mal auf der Welt gibt. Sie ziehen Betrachter sofort in ihren Bann und schenken etwa einem furnierten Möbelstück oder einer veredelten Oberfläche Tag für Tag eine nachhaltige, extravagante Ausstrahlung.

Furnieroberfläche ist nicht gleich Furnieroberfläche. Zu der im Baum gewachsenen Einzigartigkeit jedes einzelnen Furnierblattes kommt das kunstvolle Zusammensetzen der Blätter zu einem harmonischen Gesamtbild.

„Die Mitarbeitenden in der Furnierindustrie, die Furnieroberflächen in allen denkbaren Größen planen und fertigen, vereinen handwerkliches Können mit einem ausgeprägten künstlerischen Blick. Der Kundenwunsch ist das eine – doch was am Ende entsteht, stellt Auftraggeber aus der Möbel-, Automobil- und Bodenbelagsindustrie sowie aus dem Innenausbau immer wieder aufs Neue mehr als zufrieden“, erklärt Dirk-Uwe Klaas, Geschäftsführer der Initiative Furnier + Natur (IFN).

Richtig zusammengefügt könnte man manches Furnierblatt als individuelles und nachhaltiges Kunstobjekt an die Wand hängen. Fotos: Schorn & Groh GmbH

Wie Furnier durch verschiedene Fügearten zur Kunst wird

Um Furnierbilder zu gestalten, kommen unterschiedliche Techniken zum Einsatz. Beim sogenannten „Stürzen“ werden die Blätter so ausgewählt und gelegt, dass sie sich spiegeln – eine Optik, die besonders bei lebhaft gemaserten Hölzern beeindruckt. Beim „einfachen Stürzen“ wird eines von zwei übereinanderliegenden Blättern entlang einer Längs- oder Querfuge aufgeklappt. Beim „doppelten Stürzen“ hingegen wird jedes zweite Blatt eines Viererpakets sowohl senkrecht als auch waagerecht geklappt. Dadurch entstehen dynamische Furnierbilder mit Kreuzfugen, die sogar diagonal verlaufen können. Das „Schieben“ erzeugt dagegen ein ruhigeres, klassischeres Bild. Hier werden die Blätter ohne Umdrehen nacheinander vom Stapel genommen und aneinandergereiht. Die Maserung wiederholt sich, ohne symmetrisch zu wirken – ein zeitloser, eleganter Effekt.

Ein Meisterwerk der Natur: Diese Kommode zeigt auf perfekte Weise, was alles mit Furnier möglich ist. Fotos: Bleier Lebensräume

Sind die Furnierblätter gefügt, werden sie verklebt und fein geschliffen. „Anschließend folgt die Oberflächenbehandlung – zum Beispiel mittels Beizen, Ölen, Wachsen oder durch den Einsatz von Lacken und Lasuren. Dadurch wird die natürliche Maserung noch stärker hervorgehoben“, erläutert Klaas. Und er fasst zusammen: „Furnier ist nach seiner Verarbeitung so schön und einzigartig, dass man beinahe versucht ist, es wie ein Kunstwerk hinter Glas an die Wand zu hängen. Gleichzeitig bleibt es ein Stück Natur, schont Ressourcen und veredelt große Flächen mit minimalem Materialeinsatz. Ein echter Allrounder für naturverbundene Individualisten.“ 

Weitere Informationen zum Thema Furnier unter www.furnier.de oder www.furniergeschichten.de sowie auf Instagram unter #furnier_und_natur
Quelle: Initiative Furnier + Natur e.V.

 

 

 

 

 

 

 

 

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